G2 – Astro – Tipp 7

Tubus > Turbolenzen; Seeing und Feuchtigkeit!

Berichtet über meine Erfahrungen der letzten Jahre, im Umgang mit Feuchtigkeit, an und im Teleskop und der Montierung!

Es gab mal eine Firma Astro Spiegel Optik Honigsee, die mit Schlierenfotografie die Qualität ihrer Spiegel auf Messen Im Falcoult -Test und Sterntest vorführte, Dort haben die auf dem Stand bei der Fotokina, mal unter einen 200mm Spiegel, ein zuvor mit der Hand warmgeriebenes 5 DM Stück unter den Strahlenverlauf gelegt!

Dort war dann diese „Luftlinse“ die sich in Form wie eine Kerzenflamme darstellte sichtbar!

Das ist also eine Tatsache! So wie hier bei einem C11 bei einem noch zuwarmen Spiegel zusehen!

http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_C11Gert21_1.jpg @ W-Rohr

Die könnte man seitwärts wegsaugen, wird aber dann nur verbogen, ( ist also nicht besser als von hinten ) bis der Spiegel nichts mehr an Wärme nachliefert!

Also heißt es doch, herstellen des thermischen Gleichgewichts des ganzen Tubus mit allen enthaltenen Teilen ist das wichtigste, dabei brauchen große dichte Teile, die längste Zeit, also Spiegel und Metallteile! Macht man das Waagerecht wird es unregelmäßig zwischen Tubusunter,- und Tubusoberseite geschehen! Stellt man den Tubus, wie schon genannt senkrecht, ist beste Temperaturanpassung möglich!

Dem Spiegel kann man durch absaugen helfen, um das ein paarminuten schneller zuerreichen, was ca. 15 -30 Min, dauern kann. die Metallteile sind dann schon längst fertig!

Beim Newton ist absaugen nach unten besser, da die kalte Luft von Weltraum sowieso nach unten fällt und man sonst dagegen anblasen muss! Man Zieht sich so, auch nicht noch extra Bodenfeuchtigkeit in den Tubus!

Für einen geschlossenen SC ist es sowieso am besten, wenn Er Himmelwärts auskühlt, natürlich mit leichter Taukappe, das verhindert die Nasen im defokussiertem Bild.

Wenn nicht von hinten abgesaugt wird brauch das eben mehr Zeit, ist bei frühem Aufbau bis zur Beobachtung, aber kein wirklicher Grund, das SC System als hierin allzu Nachteilig zu bewerten!

Bei Metalltuben, in der kalten Jahreszeiten sollte man dann nach der Temperaturanpassung, ein Isoliermantel ( aus Auto Sonnenschutz – Isomatten ) anlegt werden! Denn bei pernamenter Tubus Isolierung dauert das Auskühlen ja sonst noch erheblich länger!

Newton Carbontuben in Sandwichs – Bauweise oder z.B. ein 4-5″ Carbontuben für 3 Linsigen APO – Refraktoren, brauchen deshalb auch länger als die Metalltuben, dabei fast so lange wie ein 5″ SC oder MAK!

Ich ziehe beim SC und Newton immer noch ein Tuch oder die Tubusmütze über die Taukappe vor der Frontöffnung, wenn am Abend noch zuviel Feuchtigkeit nach unten fällt, bleibt so die Schmidtplatte oder Fangspiegel trocken!

An den wirklich Taunassen Herbsttagen bei vorher gutem Sonnenschein, stelle ich die Teleskope nur mit einer großen Stoffabdeckung raus, bis um ca. 21 – 22 Uhr der größte Teil der Festigkeit, nach merklichem Temperaturabfall bis zum Boden heruntergekommen ist!

Und um diese Zeit sind auch Beobachtungen bei erträglicher Durchsicht erst richtig möglich! Danach habe ich keine wassertriefende Teleskope oder Montierungen, sondern nur ein feuchtes Tuch ( hergestellt aus Bettbezug ) für den Wäsche Trockner, dass nach der Beobachtung, nun wieder genug trocken ist und zum wegpacken dient!

Ich nahm dazu einen zuerst auf linksgedrehten Plumeau oder Steppdecken Bezug, daraus konnte man gleich 2 Teleskopbezüge und einen für die Montierung, mit nur zwei 2cm breiten mit Zwirn genäten Doppelten Längsnäten herstellen. Schneidet man den Bezug nun zwischen den Doppelnaten durch, hat man die 3 Stoffhüllen schon fertig, Das erspart zusätzlich Näharbeit, als erst aus einen großem Tuch einen Sack nähen zu müssen!

Dann Bündelsaum zum Zuziehen nähen und wenn gewollt oder nötig, ist noch ein Reisverschluss sinnvoll. Nur noch Alle wieder auf Rechts drehen und fertig! 

Man kann die große Montierungshülle, am einem geeignetem Teil davon so mit Reißverschluss versehen, das man den Bezug sogar auch an der Montierung beim Betrieb belassen kann! So bleibt auch die Montierung überwiegend trocken! Die große Stoffhülle, soll dazu unten an der Säule mit Schnur zugezogen werden können! So ausgerüstet haben mein 125/1300mm LK Refraktor + mein C8, und Montierung Jahre lang von 1983 bis Heute in der Sternwachte schadlos überstanden! und sieht immer noch fasst wie Neu aus!

Das C8 bis heute mein meist genutztes Teleskop ist, auch wenn ich mit dem 12″ Dobson daneben, viel mehr Öffnung habe!

Bei wirklich klaren Mondlosen Nächten, kommt der 12″ Dobson dann bei hochstehenden Planeten, den Galaxien und Gasnebeln, besondrs im Früjahr rund um Jungfrau und Löwe zum Einsatz!

Mit dem C8 schaue ich aber erst mit Augenklappe für das freie Auge, nach Allem was damit sichtbar ist, weil dort viele Objekte automatisch nachgeführt, entspannter beobachtet werden können!

Was fasst eine habe Größemklasse schwächere Objekte erfassen lässt, da das Auge sich nun im Okulargesichtsfeld beruhigt, den Deteils so viel besser wittmen kann!