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G²-Astro Tipp 1

Bei Einsteiger Teleskopen, ist oft die Kombination Montierung, Stativ und Teleskop, nicht ausreichend Stabil um gute Beobachtungen zu ermöglichen. Teleskop schwingt seitlich in jeder Lage (Montierungsspiel; Summe aus der gesamten Konstruktion und dem Stativ). Auch stört das leichte zittern sehr beim fokussieren, so das es schwer ist überhaupt ein Objekt vernünftig einzustellen.
Bei vielen dieser Montierungen hat sich herausgestellt, dass durch behutsames nachziehen und einstellen der Montierungsteile gemäß der Montierungsbeschreibung, der größte Wackelbetrag aus den Verbindungsstellen Montierung, Stativflansch und Stativ kamen.

Aber nicht gleich verzweifeln, hier Wege zur Lösung:
1.) Wackeln: Zwischen Montierung und Stativflansch, ist zur leichteren Azimuteinstellung oft ein dünnes Kunststoffscheibchen um die zentrale Befestigungsschraube gelegt. Dieses Scheibchen ist im Durchmesser zu klein, dadurch kann der Montierungsfuß auf dem Stativflansch in allen Richtungen einige Zehntel mm kippen, was dann schon dazu führt, dass ein Beobachtungsobjekt aus dem Gesichtfeld kippt. Auch das zähe Fett da zwischen ändert daran nichts. Manchmal ist auch an der Zentralschraube eine Tellerfeder oder ein Federring unterhalb des Stativflansches montiert, was aber denselben Fehler verursacht, wenn Sie nicht genug festgezogen wird.

Lösung: Die Kunststoffscheibe, sollte durch eine Scheibe mit vollem Montierungsfuß - Durchmesser ersetzen oder ganz weglassen werden und nur das Fett als Gleitmittel verwenden. Bitte auszuprobieren was bei den verschiedenen Montierungen besser ist. Die Zentrale Befestigungsschraube nach jeder notwendigen Teleskopausrichtung wieder fest anziehen.

2.) Zittern: Starken Schwingungen und das ewige zittern beim fokussieren und nachführen von Hand, verderben einem den Spaß an höheren Vergrößerungen die man bei Mond und Planeten braucht.

Lösung: Eine kleine leere Flasche, mit etwas Schnur und 1 bis 2 Einweggummis, je nach Teleskop Durchmesser, rutschfest am Tubus befestigen. Die Schnur zwischen den Stativbeinen und der Okularablage durchführen, solange mit Wasser befüllen und am Tubus verschieben bis optimale Position und Gewicht gefunden sind und dann mit diesen Werten eine endgültige Lösung hergestellten.

Die Fotos, zeigen eine einfache Lösung an einem 30 Jahre altem Quelle 60 / 910 mm Refraktor (ist natürlich auch am Newton verwendbar), mit der original Montierung aber neuem Stativ.

Die vorher starken Schwingungen und das ewige zittern beim fokussieren und nachführen werden dadurch so stark reduziert das es wieder Spaß macht, mit diesem einfachen Geräten per Handnachführung auf Sonne und Mond spazieren zufahren. Aber auch Planeten, Sternhaufen und helle Nebel können wieder mit Erfolg aufgesucht werden und es erstaunt dann immer wieder, was bei ruhigerem Blickfeld alles mit 60mm sichtbar ist.

Viel Spaß beim Basteln!
Verbesserungen am Stativ folgen in einem weitern einfachem Basteltipp

1a = Einfacher Gummi Einweckring um den Tubus gelegt und mit Tesaband fixiert, dient zur elastischen Verbindung mit der Nylonschnur.

3a = Durchführung durch die Okularablage sollte so groß sein das Nylonschnur mit der Schlaufe hindurch passen 12-15 mm. Die Bohrung sollte zum besseren Gleiten mit einer geeigneten harten Kunststofftülle oder Metallbüchse (aus dem Baumarkt > Abteilung Tür- und Schubladenbeschläge) ausgekleidet werden)

2a = Da zwischen ist häufig die kleine Kunststoffscheibe, die für das kippeln verantwortlich ist.

2b = Dort sitzt oft eine Tellerfeder oder ein Federring der nach dem einreichten fest angezogen werden muss. Eine Sterngriffschraube oder eine große Flügelschraube, wären hier zur Bedienung ohne Werkzeugeinsatz eine gute Lösung. Anstelle der Zentralschraube, ist auch eine lange Gewindestange mit Flügelmutter verwendbar. Ein unten angehängtes von Gewicht ca. 5 - 10 Kg je nach Teleskopgewicht auch größer, sorgt für einen tieferen Schwerpunkt, was wieder der Stabilität zugute kommt.