Die Kometen: Fotos auf Dia – Film

                                             

C/1975 V1 (West) > Aufnahme vom März in Spanien    und    Hale Bob März 1995 auf Kodak Dia – Film

 

Bei absolut klarem Himmel, mit fasst stehender Luft, sitzend am Okular gezeichnet mit 80 – 133 x erst bei 180 x wurde dann die mittlere Schale vor dem hellen Kopf erkannt!

Zeichnung vom Hyakutake vom 25.3.96 um 22:00 Uhr, durch den Eigenbau – Newton mit 200 / 1600mm Selbstschliff – Spiegel, von Norbert Neuer ( † 2004)

Hallo Kometenjäger,

dann zeige ich auch mal mein Beobachtungs – Bericht mit Zeichnungen hier!

Den Kometen habe ich das erstemal am 4. 07. 2020 am Himmel gefunden, dann auch am 7. 07 ; 10.07 und am 11, 07.2020
mit dem 140 / 500mm Orangenen Celestron Comet Catcher und Lumicon Swan Band Filter gezeichnet.
Der wirkt für mein Empfinden besser als der Baader UHC – S oder der Baader Fringefilter und zeigt gute Strukturen
in der Koma und an den Schweifen!

Mit dem neuen Sucher, der sich natürlich auch hier montieren lässt!
Auffinden und anschauen von Objekten ist damit eine Wucht, bei Vergrößerungen zwischen 11X und 120X
C_2020F3Neowise07_07_CometC.jpg

Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/wp-content/uploads/2020/05/C_2020F3Neowise07_07_CometC.jpg
C_2020F3Neowise07_07_CometC.jpg
Neowise am 7.07.2020 ca. 28 Minuten lang beobachtet, bis die Dunststreifen zu stark wurden
Deutlich sind die Bugwellen der Koma und der Jetkeil hinter hellen dem Kopf zuerkennen mit langen stärkeren Gastreifen
weit in den Schweif hinein

C_2020F3_Neowiese_10_07_CometC.jpg

Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/wp-content/uploads/2020/05/C_2020F3_Neowiese_10_07_CometC.jpg
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Neowiese am 10.07 erst gesamt Anblick dann abgefahren mit 60 – 167 fach in freien aber recht klaren Wolkenlücken.
Hier war der Kometenkern frei zugänglich so deutlich zusehen und scheinbar einseitig im Schweif frei, das der
Kopfschatten weit in den Schweif hinein ragte.
Den ich vielleicht hier etwas stärker betont gezeichnet habe, weil er so stark ins Auge sprang!

Der Staubschweif deutlicher getrennt und auch der Gasschweif, als nach unten wehende Fransen besser als
am 7.07. 2020 erkennbar.
Zwischen den Atmosphärischen Dunstfahnen doch erstaunlich wie Er gut erkennbar war!
Wie toll, muss das erst unter absolut freiem und dunkele Himmel für ein Anblicken sein?

C_2020F3_Neowise_11_07_ComeC.jpg

Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/wp-content/uploads/2020/05/C_2020F3_Neowise_11_07_ComeC.jpg
C_2020F3_Neowiese_11_07_CometC.jpg
Neowiese am 11.07.2020 bei 25 – 75 X teilweise abgefahren bei 130 – 167 Fach, hier im Sternfeld zusehen
Und wieder sehr ausgeprägt + strukturierte die Koma mit doppeltem Jetkeil – Konturen im Schweif und
eng anliegendem Staub,- und nach unter ausgefranstem Gasschweif!
Nach oben leider durch ein stabiles Dunstband begrenzt, was wahrscheinlich von den 3 RWE Kraftwerken in dieser Richtung stammt!


Etwas zu meiner Maltechnik:

Bei Kometen zeichne ich wegen der Größe, erst mal die direkt sichtbaren Konturen mit spitzem B Stift, auf meinem Bauladen – Maltisch dann die Flächen mit flach
aufgelegtem B Stift mit langer Spitze, mit variablem Druck, eigentlich nur ein paar Striche und fertig.

Dabei muss man etwas Geduld haben, und nur in den scharfen Momenten etwas aufs Papier bringen!
So eine Sitzung dauern bei mir in der Regel 15 – 30 Minuten, mit Augenklaappe fürs freie Auge, um nichts zu überfordern, um auch wirklich nur das gesehene zu zeichnen!
Wenn dabei der Kometenkopf oder die Koma nicht exakt rund oder der Schweif nicht nicht so gradlinig verläuft, wie auf den Fotos, bleibt das aber so und wird
nicht nachbessert!

Das dauerte hier dann zusammen pro Zeichnung nur ca. 5 – 18 Minuten bis alle Details gezeichnet sind, dann wird mit dem Finger so verwischt wie es sich im
Okular darstellt und fertig! Keine Korrektur mehr zu Hause am Schreibtisch!

Vorher und nachher gabt es noch kurze Schwenks zu den Planeten Jupiter Saturn und Mars!
Alles im allen, eine meiner Besten und interessantesten Beobachtungsnächte der letzten Jahre!


Gruß Günter